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Wie stark dürfen einen Lehrer Probleme seiner Schüler belasten?

Schüler heutzutage sind sicherlich von vielen Problemen heimgesucht. Probleme, die aus folgenden Ursachen herrühren: Die Pubertät, das Erwachsenwerden, das Loslösen aus dem Elternhaus, die Peer-Group, die Veränderung des Körpers, Drogen, Identitätsfindung, erste Beziehungen u.v.m. Und hinzukommt noch die Schule: Ohje! Diese Probleme wirken sich auf die Laune der Schüler aus, die die Lehrer ab und zu abbekommen, manchmal kommen die Schüler direkt oder indirekt zum Lehrer und bitten um Hilfe, manchmal erfährt der Lehrer Probleme durch Nachfragen, manchmal auch von den Eltern usw. Jetzt stellt sich die Frage, wie stark sich der Lehrer davon belasten lassen soll bzw. darf.

Sicherlich sollte ein Lehrer niemals über Probleme hinwegschauen, aber er kann auch nicht jedes Problem alleine lösen. Bei schwerwiegenden Problemen sollten die Eltern, Schulpsychologen, Sozialarbeiter zu Rate gezogen werden. Ganz wichtig ist auch, dass der Lehrer lernt abzuschalten, damit sein eigenes Privatleben nicht zum Problemfall wird. Nach meiner Meinung sollte man niemals abstumpfen, aber die Probleme teilen. Man muss die Schüler bei Gesprächen mit anderen Kollegen auch nicht namentlich nennen, aber dennoch über ihren Fall diskutieren. Manchmal ist es aber auch ratsam direkt namentlich über einen Schüler zu sprechen, um nachzuforschen, ob sich ein Schüler in anderen Fächern auch so verhält und echte Hilfe benötigt. Wichtig ist es, dass man als Lehrer dem Schüler einen Halt gibt, dass man ein Vorbild verkörpert und man für die Probleme Lösungen sucht. Ein Lehrer ist sicherlich nicht mehr nur Wissensvermittler, sondern vielmehr Erzieher, Berater und Problemlöser. Das gehört zum Beruf dazu. Wenn man sich nicht für seine Schüler interessiert, kann man ihnen auch nichts beibringen. Dennoch muss man sich von den Problemen distanzieren und sie zu seinem Berufsalltag zählen. Mit der Zeit lernt man immer mehr sich zu gewollten Zeiten davon zu distanzieren, um den Problemen zum richtigen Zeitpunkt in der Schule die volle Aufmerksamkeit zu schenken. Wichtig ist auch, dass man erkennt, dass es zwar immer eine Lösung gibt, aber man dennoch nicht immer helfen kann, da man immer noch der Lehrer und nicht der Erziehungsberechtigte ist.

Fazit: Fasse die Probleme als Teil deiner Arbeit auf. Versuche in der Arbeitszeit dein Bestes, aber lerne im Privaten Abstand zu gewinnen!

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