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Stellenzuweisung und Warteliste nach dem Referendariat

Lehramtsbewerber: Fragen und Antworten

F: Wie wird man über seine Stelle informiert?
A: In der Regel erhält man vom Kultusministerium einen Brief. Manchmal wird man aber auch angerufen, v.a. wenn mehr als eine Stelle zur Auswahl steht.

Falls man keine Stelle (Planstelle, Super – Vertrag, Angestelltenvertrag) erhält, wird einem keine Absage erteilt, man wird aber meist im Oktober darüber informiert, dass man einen Platz auf der Warteliste innehat. Auch auf diese Information muss man antworten! Die anderen Stellenzuweisungen müssen schriftlich innerhalb von drei Tagen mit einem erhaltenen Antwortschreiben beantwortet werden, zu diesem man eine amtlich beglaubigte Kopie der Lichtbildseite seines Personalausweises beilegen muss.

F: Wann komme ich auf die Warteliste?
A: Falls der Prüfungsschnitt beider Examen grundsätzlich die Einstellung ermöglicht (In beiden Staatsexamen nicht schlechter als 3,5 und im zweiten nicht schlechter als 3,5), aber zu wenig Stellen zur Verfügung stehen.

F: Was bedeutet Warteliste?
A: Eine Einstellung wird bei Aufnahme in die Warteliste nicht garantiert, aber man wird evtl. bald berücksichtigt und erhält eine Stellenzuweisung.

F: Was gilt, wenn ich die zweite Staatsprüfung freiwillig wiederholt habe?
A: Der Bewerber wird mit beiden Jahrgängen und Gesamtprüfungsnoten auf die Warteliste gesetzt.

F: Kann man von der Warteliste gestrichen werden?
A: Ja. Im Falle der Nichtbeantwortung oder Ablehnung des erhaltenen Stellenangebots oder wenn man eine Planstelle oder unbefristete Stelle mit Vollbeschäftigung an einer kommunalen Schule in Bayern oder im öffentlichen Schuldienst außerhalb Bayerns annimmt.

Informiere das Kultusministerium darüber! Außerdem wird man von der Warteliste gestrichen, wenn man Kirchenbeamter wird oder wenn man 5 Jahre lang nicht berücksichtigt wurde. Danach kann noch die freie Bewerbung erfolgen.

F: Muss ich irgendetwas aktualisieren, wenn ich auf der Warteliste stehe?
A: Der Bewerber muss bis spätestens 30.04 jeden Jahres eine Bereitschaftserklärung abgeben. D.h. man muss sich selbst aktiv darum kümmern! Geht der Bewerber ein anderes Vertragsverhältnis ein, muss das Kultusministerium umgehend informiert werden.

F: Wie hoch ist meine Chance, wenn ich auf der Warteliste stehe?
A: In der Regel müssen 40% bei den Neueinstellungen von der Warteliste. 60% werden aus dem momentanen Prüfungsjahrgang herangezogen. Wobei das Verhältnis abweichen kann, da ein Bewerber aus dem aktuellen Jahrgang anstelle eines Bewerbers auf der Warteliste berücksichtigt wird, wenn sein Gesamtnotendurchschnitt um  mehr als eine Note besser ist. Anders verhält es sich, wenn der Bewerber der Warteliste einen besseren Durchschnitt aufweist. Aber da gibt es noch viele weitere Fälle …

Ich hoffe obige Erläuterungen konnten euch etwas Aufschluss geben über das Thema Stellenzuweisung und Warteliste nach dem Referendariat.

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