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Wie sorgt man für Disziplin in der Schule?

Disziplin ist wohl DAS Thema schlecht hin. Ohne Disziplin läuft nichts und keiner lernt was. Im Referendariat ist das Thema noch schwieriger, weil man von einer Studentin mit Stühlchem plötzlich zur Lehrerin vor der Klasse wird. Wer hat da Respekt und lässt sich Dinge vorschreiben? Aber auch nach dem Referendariat ist das Thema kein Zuckerschlecken.  Im Folgenden stelle ich euch ein paar Tipps vor, die euch helfen können.

Ganz wichtig: Informiert die Schüler über euer Vorgehen und eure Verfahrensweise!

Folgende Liste lässt sich beliebig erweitern:

  1. Du musst feste, klare (nicht zu viele) Regeln bei Disziplinverstößen aufstellen und den Schülern deine Vorstellung der Arbeitsatmosphäre erläutern. Es ist auch je nach Klasse möglich und sinnvoll die Regeln mit den Schülern gemeinsam zu formulieren.
    • Es ist bei Disziplinverstößen empfehlenswert mit Verwarnungen zu arbeiten, nach zwei Verwarnungen etwas schreiben zu lassen oder Zusatzaufgaben aufzugeben. Je nach Klasse sollten mündliche Verwarnungen, in kleineren Klassen evtl. mit Karten (gelb, rot), etc. erteilt werden.
    • Arbeite bei vergessener Hausaufgabe mit Strichen, Nacharbeiten, usw. Erkundige dich hierbei über das Vorgehen an der Schule und bei Kollegen.
      Vergebe nicht zu schnell Verweise; das macht Sie wertlos.
    • Bei Zuspätkommen kannst du Verhaltensregeln abschreiben lassen. Die Anzahl wird durch die Anzahl der abwesenden Minuten festgelegt.
  2. Gehe konsequent vor. Einmalige Inkonsequenz lässt dich von vorne anfangen! Setze außerdem deine Regeln selbst in die Tat um. Du bist das Vorbild.
  3. Du musst kontinuierlich handeln! Werde nie nachlässig und behandel alle Schüler gleich. Stetiges Ermahnen, ständige Regelerinnerungen, Tadeln sind zwar anstrengend, aber zwingend notwendig.

Außerdem solltest du Folgendes beachten:

  • Es ist wichtig, dass Du die Schüler, die Du ermahnst mit Namen ansprichst, damit jeder und v.a. der Unruhestifter wissen, wer gemeint ist. Lernt folglich so schnell es geht die Namen der Schüler.
  • Setze störende Schwätzecken auseinander!
  • Lobe vorbildliches Verhalten.
  • Sei souverän, authentisch und fachlich absolut kompetent!
  • Du musst dir immer sicher sein, was du tust und somit auch sicher auftreten und hinter dem stehen, was du sagst!
  • Rede mit Kollegen über Probleme.
  • Gebe bei Einzel-, Gruppen-, Partnerarbeiten klar strukturierte Arbeitsanweisungen.  Jeder muss wissen, was er zu tun hat.
  • Unterfordere deine Schüler nicht! Beschäftigung lässt keinen Freiraum für Störungen!
  • Die Chemie zwischen den Schülern und dir muss weitgehend stimmen!
  • Schüler sind aufmerksam, wenn sie dich mögen!
  • Wenn die Schüler dich gern haben, ist die halbe Miete gewonnen. Aber das heißt nicht, dass sie dir auf der Nase herumtanzen können. Sie werden Regeln leichter akzeptieren und umsetzen.
  • Du musst deine Schüler mögen!

  • Die Kiddies merken das. Interessiere dich für sie und lerne sie kennen. Ihr verbringt ja auch viel Zeit miteinander und du möchtest ihnen etwas beibringen, also gib auch etwas von dir Preis und erfahre mehr über ihre Charaktere. Manchmal sind sie anstrengend, dennoch sind es Kinder und du bist der Erwachsene. Du weißt mehr vom Leben und hast die nötige Erfahrung, um zu verstehen, dass man im Teenager-Alter oder als Kind auch mal patzig ist. Das bedeutet nicht, dass du keine Regeln aufzeigen sollst und die Kinder sich alles erlauben dürfen. Grenzen und Regeln sind wichtig.
  • Du sollst nicht ihr bester Freund werden. Du sollst ihr Lehrer sein!

Wenn du versuchst alle Tipps umzusetzen, was schon nicht immer einfach ist, sollte es bereits um einiges ruhiger in deinen Klassen zugehen 🙂

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